Glossar

Was bedeutet was? Fachbegriffe aus der eMasterCraft-Welt einfach erklärt

Begründer und Namensgeber der Baukybernetik ist Heinz Grote. Als Erfinder des Systems für „kybernetische Organisation, Planung und Führung“ (K.O.P.F.-System) und als Gründungsmitglied des Instituts für kybernetisches Planen und Bauen e.V. hat Grote einen großen Beitrag zur Verbreitung der kybernetischen Methoden in der Bau- und Ausbauwirtschaft geleistet. Worum geht es bei Baukybernetik konkret: Die Baukybernetik ermöglicht zielgenaues Führen durch Selbststeuerung und Selbstorganisation, indem Methoden angewendet werden, die die Zielerreichung durch Selbstbeeinflussung herbeiführen (siehe auch Kybernetik).

Das Customer-Relationship-Management (CRM) beschreibt ein System zur Pflege und Verwaltung von Kundenbeziehungen. Zumeist versteht man darunter eine computergestützte Datenbank, in der alle relevanten Kundendaten erfasst sind. Neben den Kundendaten werden auch Kundenkontakte datiert, sodass jederzeit ersichtlich ist, wann wer auf welchem Weg mit einem Kunden gesprochen hat.

DATANORM ist ein Standardverfahren für den Artikel- und Stammdatenaustausch speziell für Lieferanten des Installations- und Bauhandwerks. Artikelnummern, Arbeitsbezeichnungen und Preise werden von DATANORM eingelesen und können dann auf elektronischem Weg mit Marktpartnern ausgetauscht werden.

Damit sich Daten automatisiert elektronisch austauschen lassen, müssen alle Computer – symbolisch ausgedrückt – „die gleiche Sprache sprechen“. Ein Datenbruch liegt dann vor, wenn digital codierte Informationen erst „von Hand in die richtige Sprache übersetzt“ werden müssen, um sie automatisch weiterverarbeiten zu können. Abhilfe schafft der verbindliche Einsatz von Standards für den elektronischen Datenverkehr. Auf diese Weise können Datenbrüche vermieden, der an den digitalen Schnittstellen entstehende Mehraufwand reduziert und die Fehleranfälligkeit gesenkt werden.

Werden Arbeitsschritte und -vorgänge innerhalb eines Unternehmens automatisiert über Computer und Software organisiert und ausgeführt, spricht man von elektronischen Geschäftsprozessen. Die sich daraus ergebenden Vorteile liegen auf der Hand: Dank elektronischer Steuerung laufen Prozesse reibungsloser und effizienter ab. Zudem ist es möglich, Geschäftsvorgänge zwischen mehreren Firmen auch übergreifend elektronisch abzuwickeln (wie beispielsweise die Materialbeschaffung). Dabei kommen Schnittstellen und eBusiness-Standards zum Einsatz, die einen durchgängig elektronischen Datenaustausch mit externen Partnern ermöglichen.

Unter Enterprise-Resource-Planning – kurz ERP – versteht man den möglichst effizienten Einsatz aller Ressourcen (Kapital, Personal und Betriebsmittel) eines Unternehmens über spezielle Steuerungssoftware und -hardware (sog. „Branchenlösung“). Grundlage für die erfolgreiche Nutzung von ERP-Systemen sind optimierte Geschäftsprozesse.

GAEB ist ein einheitlicher Standard für den Austausch von Bauinformationsdaten. So lässt sich zum Beispiel das Leistungsverzeichnis, das von einem Auftraggeber erstellt wird, als „GAEB-Datei“ aufbereiten. Der Austausch von Daten, die nach GAEB-Vorgaben angelegt sind, kann vollelektronisch ohne manuelles Eingreifen erfolgen.

IKT steht als Abkürzung für Informations- und Kommunikationstechnologien. Unter dem Begriff lassen sich Technologien und Geräte zusammenfassen, mit denen sich Informationen gewinnen und digital verarbeiten lassen (wie zum Beispiel Computer, Tablets oder Smartphones).

Als Oberbegriff beschreibt IT beziehungsweise Informationstechnik alle Soft- und Hardware-Elemente zur elektronischen und computerisierten Verarbeitung von Informationen (siehe auch IKT).

Der Begriff wurde geprägt vom amerikanischen Mathematiker Norbert Wiener (1894-1964). Das Wort ist seinem Ursprung nach dem Griechischen entlehnt („kybernētikḗ“ = deutsch „Steuermannskunst“). Kybernetik ist die Wissenschaft vom Steuern und Regeln. Dazu werden Systeme verschiedenster Art auf selbsttätige Regelungs- und Steuerungsmechanismen hin untersucht (beispielsweise biologische, technische oder soziologische).

Standardisierte Material- und Leistungsstammdaten dienen im Handwerk u. a. zur Beschreibung aller Materialien und Leistungen, die zum Beispiel auf einer Baustelle eingesetzt werden. Als Grunddatensatz übernehmen sie eine wichtige Rolle innerhalb eines Betriebs. Im Sinne einer gemeinsamen Sprache durchziehen diese Stammdaten alle internen Abläufe und Prozesse. Darüber hinaus erlaubt der standardisierte Datenaufbau auch den Austausch mit externen Marktpartnern wie zum Beispiel Lieferanten. Auf diese Weise können Material- und Leistungsstammdaten entlang aller Wertschöpfungsketten zum Einsatz kommen und zur Prozessoptimierung beitragen.

Wenn ein mit der Hand ausgefüllter Zettel (= auf Papier) für die weitere Bearbeitung am Computer (= digital) abgetippt wird, spricht man von einem Medienbruch (Papier ≠ digital). Die Vermeidung von Medienbrüchen reduziert den an physischen Schnittstellen entstehenden Mehraufwand und senkt die Fehleranfälligkeit. Medienbruchfrei ist ein Vorgang, wenn Informationen durchgängig nur mit einem Medium erfasst, bearbeitet und weiterverarbeitet werden.

Die Wertschöpfungskette stellt alle Stufen der Produktion als systematisch ablaufende Aneinanderreihung von Tätigkeiten dar. In jedem Herstellungsschritt wird der Wert des fertigen Produkts durch den Einsatz von Ressourcen gesteigert. Alle Stufen der Fertigung sind dabei in einem komplexen, übergreifenden Gesamtprozess miteinander organisiert – angefangen beim Lieferanten, über den Hersteller bis zum Endkunden.

Das Workflow-Management-System ist eine Software, mit der sich Geschäftsprozesse elektronisch aufbauen, planen und modellieren lassen. Dabei können Prozessbeteiligte (wie zum Beispiel Mitarbeiter, Kunden, Marktpartner) in die Abläufe integriert werden; auch um vollautomatisch Handlungen anzustoßen, die beim Einreichen eines definierten Prozessschrittes eingeleitet werden sollen. Ziel des Workflow-Managements ist eine weitgehende vollautomatische Kommunikation unter den verschiedenen Beteiligten, die parallel an Teilaufgaben des Prozesses arbeiten, sowie die Kontrolle des Prozessverlaufs.